Christine Hunold
 Christine Hunold

BELINER HORIZONTE
Fotografie 2004

 

Berlin teilt das Phänomen der Entvölkerung mit anderen ehemaligen Industriestädten.

Die Arbeit will dieses Schicksal darstellen, ohne es bloß abzubilden.

Die Bilder zeigen deshalb das, was ist und doch eine Stadt, wie sie selbst den erfahrenen Bewohnern unbekannt sein dürfte. Es wurde auf jeden Wiedererkennungseffekt verzichtet.
Die Berliner Horizonte sind da, es gibt sie, aber nicht dort, wo der Betrachter sie vermutet. Folgt er der überraschenden Veränderung der Wahrnehmung, so sieht er zwar die bekannte Stadt fremd werden, doch entsteht zugleich ein seltsam vertrautes Utopia: der Ort, den wir alle immer nur schauen und niemals bewohnen können.

Einen mediterranen Horizont, hinter dem wir die Adria vermuten, den feinen Sand der baltischen See, zerfurchte Äcker und zerkratzte Startrampen, Wüste, antike Arenen und Uferpromenaden. Und doch bleibt der Verdacht, daß wir alles nur halluzinieren. Wo sind wir?

Das Projekt soll in verschiedenen "shrinking cities" fortgesetzt werden.

 

 

 

 

 

 

 








 
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