Christine Hunold
 Christine Hunold

LUNAPARK
Fotografie 2004

 

Eine kleine Geschichte, wie sie das wiedervereinigte Berlin fast täglich schreibt.

Im Osten wurde 1969 ein ständiger Vergnügungspark angelegt. Mit der Wiedervereinigung fiel das Grundstück samt seiner Infrastruktur an den Senat, der das Areal öffentlich ausschrieb.

Den Zuschlag erhielt 1991 der Westdeutsche N. W. Seine Vorgeschichte war in Berlin offenbar unbekannt. 1981 hatte er einen schweren Unfall verursacht, weil auf dem Hamburger Rummel sein Teleskopkran bei vollem Fahrbetrieb mit dem benachbarten Karussell kollidierte.

1992 wurde der Vergnügungspark im Osten Berlins unter seiner Leitung als "Spreepark GmbH" wiedereröffnet. Die Firma verstieß wiederholt gegen Vorschriften und nahm Fahrgeschäfte auch ohne Genehmigung in Betrieb. Trotz stetig sinkender Einnahmen unterzeichnete Berlin 1997 einen Vertrag, in dem die Stadt für Bankkredite der GmbH bürgte.

2002 meldete die Presse, daß W. ungehindert einen Großteil seiner Fahrgeschäfte vom Spreepark nach Peru eingeschifft hatte. Er hinterließ Berlin mehr als 10 Mio. Euro Schulden.

Die Arbeit dokumentiert den Zustand 2 Jahre nach Schliessung des Vergnügungsparks.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 








 
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